Sony berichtet: Der wichtigste Schritt ist die Kastration
Sony, unser Botschafterkater, ist ein typisches Beispiel dafür, warum Kastration so entscheidend ist. Er wuchs in einem Schrebergarten auf – ohne sicheren Unterschlupf, ohne Versorgung und ohne medizinische Betreuung. Wie viele heimatlose Katzen war auch er in Gefahr, sich unkontrolliert fortzupflanzen. Eine einzige unkastrierte Katze kann innerhalb von nur vier Jahren theoretisch für bis zu 20'000 Nachkommen verantwortlich sein. Diese unüberschaubare Zahl verdeutlicht, wie wichtig es ist, das Problem an der Wurzel zu packen.
Warum Kastration so wichtig ist
Die Kastration heimatloser Katzen ist der effektivste und zugleich tierfreundlichste Weg, das Leid zu verhindern. Sie bringt gleich mehrere Vorteile mit sich:
- Verhindert unkontrollierte Vermehrung: So wird die Zahl heimatloser Katzen nachhaltig reduziert.
- Schützt vor Krankheiten: Kastrierte Katzen haben ein deutlich geringeres Risiko für Infektionskrankheiten wie FIV (Katzenaids) oder FeLV (Leukose).
- Weniger Kämpfe und Verletzungen: Vor allem unkastrierte Kater geraten häufig in Revierkämpfe, die zu schweren Verletzungen führen können.
- Längere Lebenserwartung: Studien zeigen, dass kastrierte Katzen im Durchschnitt deutlich länger leben als unkastrierte Tiere.

Die Realität in der Schweiz
Schätzungen zufolge leben in der Schweiz rund 100'000 bis 300'000 heimatlose Katzen. Viele von ihnen stammen ursprünglich aus „Hauskatzenbeständen“, die nicht kastriert wurden. Ausgesetzte Tiere vermehren sich schnell und bilden Kolonien – wie in Schrebergärten, Bauernhöfen oder Industriegebieten. Ohne Eingreifen durch Tierschutzorganisationen wie ProTier wächst das Problem weiter.
Was ProTier tut – und warum Ihre Unterstützung zählt
Dank Projekten wie dem Einfangen, Kastrieren und Wieder-Aussetzen (sogenanntes TNR-Programm: Trap – Neuter – Return) können wir langfristig viel Leid verhindern. Auch Sony wurde im Rahmen einer solchen Aktion kastriert – ein entscheidender Schritt, um sein Leben und das vieler anderer Katzen besser zu machen. Und der wichtigste Schritt, um den Teufelskreis zu durchbrechen.
Doch jede Kastration verursacht Kosten: Tierärztliche Eingriffe, Medikamente, Nachsorge und das Einfangen selbst müssen finanziert werden. Nur mit Unterstützung von Spenderinnen und Spendern können wir diese Arbeit fortsetzen.

Was Sie tun können
- Ihre Katze kastrieren lassen: Auch wenn sie nur im Haus lebt, verhindert dies ungewollten Nachwuchs.
- Tierschutz unterstützen: Jede Spende hilft, Kastrationen zu finanzieren und Katzenkolonien nachhaltig zu betreuen.
- Aufklären: Erzählen Sie Familie, Freunden und Bekannten, warum Kastration so wichtig ist.
Fazit: Weniger Leid durch Verantwortung
Sony ist nur ein Beispiel für die vielen Katzen, die dank Kastration ein besseres Leben führen können. Mit vereinten Kräften können wir dafür sorgen, dass es in der Schweiz weniger heimatlose Katzen gibt – und mehr Tiere wie Sony, die trotz schwieriger Vergangenheit eine Zukunft haben.
Hoffnung für heimatlose Katzen

Sonys Geschichte ist nur eine von vielen. In der Schweiz leben zehntausende heimatlose Katzen – unkastriert, verletzt, krank, unsichtbar für die meisten Menschen. ProTier setzt sich seit über 40 Jahren mit anderen Organisationen wie NetAP für die Kastration solcher Tiere ein. Mit unserer neuen Kampagne «Hoffnung für heimatlose Katzen» gehen wir im Jahr 2026 einen Schritt weiter. Unser Ziel:
✔ Aufbau eines Netzwerks engagierter Organisationen
✔ Sensibilisierung und Aufklärung der Öffentlichkeit
✔ Bereitstellung von Kastrationsgutscheinen für Landwirte
✔ Informationskampagnen für Schrebergärten und Industrieareale
✔ Ausbau unseres Fonds «Heimatlose Katzen» für nachhaltige Hilfe
Benötigen Sie Hilfe, um heimatlose Katzen zu versorgen? Dank unserer Übersicht finden Sie Tierschutzorganisation in Ihrer Nähe, welche Ihnen mit Ratschlägen, Equipment oder sogar Freiwilligen, welche Katzen einfangen und medizinisch versorgen, weiterhelfen können.

