Hinter Sony’s Fall: Die Kosten einer Katzenrettung
Die Rettung von heimatlosen Katzen ist eine Herzensangelegenheit, aber sie ist auch mit realen Kosten verbunden. Diese Kosten erläutern wir hier in unserem Beitrag und erzählen mit unserem Botschafter Sony ein Beispiel. Diese Kosten können nur durch Spenden gedeckt werden, weshalb jeder kleine Beitrag zählt.
1. Lebendfallen und Ausstattung
Um scheue Katzen einzufangen, benötigt man Lebendfallen. Diese sind robust, sicher und wetterfest – und nicht ganz günstig. Eine einzelne Einsteigerfalle kann zwischen CHF 70.- und 150.- kosten. Eine Lebendfalle mit Sensoren, Akku und Fernschaltfunktion kostet gut gegen CHF 2000.-. Zusätzlich fallen Ausgaben für Transportboxen, Hygienepads, Futter und Wasserbehälter an. Bei vielen Tierschutzorganisationen ist es möglich, solche Fallen auszuleihen. Auf unserer Netzwerkübersicht ist dies daher jeweils ersichtlich.

2. Tierärztliche Versorgung
Sobald die Katzen eingefangen sind, müssen sie medizinisch versorgt werden:
- Kastration/Sterilisation: Weibliche Katzen kosten in der Regel zwischen CHF 120 bis 280 .-, männliche Katzen etwa CHF 80 bis 120 .-.
- Impfungen & Parasitenkontrolle: Schutzimpfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche kosten rund CHF 80.- pro Katze.
- Untersuchungen und Behandlung: Bluttests, Parasitenbehandlungen oder die Versorgung von Verletzungen summieren sich je nach Tier und Gesundheitszustand auf weitere CHF 50.- bis 80 .-.
3. Nachsorgung und Betreuung

Nach der Operation benötigen die Katzen Ruhe und Pflege. Tierheimplätze oder teils Pflegestellen, Futter oder gelegentlich zusätzliche Medikamente schlagen ebenfalls zu Buche. Selbst kleine Posten summieren sich bei einer Kolonie schnell auf mehrere hundert Franken.
4. Langfristige Kosten
Eine einmalige Rettung reicht nicht immer aus. Kolonien müssen weiter betreut, neue Tiere kastriert und das Wohl der Katzen regelmässig kontrolliert werden. Tierschutzorganisationen planen daher langfristig und benötigen kontinuierliche finanzielle Unterstützung. In unserem Fall ist unser Botschafter Sony das beste Beispiel: er wurde einige Monate nach unserer Kastrationsaktion angefahren. Aus seiner Diagnose resultierten mehrere tausend Franken Operationskosten.
5. Sony's Fall
Der kleine Sony streunt inzwischen im Schrebergarten wieder schmerzfrei und ist glücklich, in seinem Zuhause zu sein – und am Leben. Sony musste mehrmals zur Tierklinik. Das VetZentrum Zürich Letzigrund war hier so nett und hat sich schnell bereit erklärt, Sony zu untersuchen und mit Vorzugskonditionen zu operieren. Trotzdem entstehen viele Kosten, welche wir als durch Spenden finanzierte Tierschutzorganisationen nur durch Spender:innen refinanzieren können. Eine wunderbare Pflegestelle hatte Sony kostenlos und mit viel Liebe betreut. Ebenfalls durften wir die TOP Lebendfalle nutzen, um ihn einzufangen. Die Kosten räppelten sich im Bereich Operation und medizinische Betreuung. Wir haben schlussendlich rund CHF 3’000.- für Sony ausgegeben.

Fazit
Hinter jeder Katzenrettung steckt ein beträchtlicher Aufwand – sowohl finanziell als auch zeitlich. Von der Lebendfalle über die Operation bis hin zur Nachsorge entstehen pro Tier leicht mehrere hundert Franken Kosten. Jede Spende, jede Patenschaft und jede ehrenamtliche Stunde trägt dazu bei, dass Streunerkatzen ein sicheres und gesundes Leben führen können.
Hoffnung für heimatlose Katzen

Sonys Geschichte ist nur eine von vielen. In der Schweiz leben zehntausende heimatlose Katzen – unkastriert, verletzt, krank, unsichtbar für die meisten Menschen. ProTier setzt sich mit der Kampagne «Hoffnung für heimatlose Katzen» gezielt für Streunerkatzen ein.
Benötigen Sie Hilfe, um heimatlose Katzen zu versorgen? Dank unserer Übersicht finden Sie Tierschutzorganisation in Ihrer Nähe, welche Ihnen mit Ratschlägen, Equipment oder sogar Freiwilligen, welche Katzen einfangen und medizinisch versorgen, weiterhelfen können.

