Amelia erzählt: Zucht oder Adoption?

Datum: 06. February 2026
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Ein Thema, das uns alle betrifft

Hallo, ich bin’s wieder, Amelia! Wenn es um Hunde geht, denken viele Menschen zuerst an eine bestimmte Rasse. Labradore wie ich sind beliebt, genauso wie Golden Retriever, Schäferhunde oder die „Trendhunde“ wie Französische Bulldoggen oder Chiuahuas. Doch während Züchter immer neue Welpen auf den Markt bringen, sitzen in den Tierheimen der Schweiz unzählige Hunde und warten – oft jahrelang – auf ein neues Zuhause. 

Zucht – wann sinnvoll, wann problematisch?

Es ist nicht grundsätzlich falsch, Hunde zu züchten. Seriöse Zucht von Rassen kann sinnvoll sein, etwa um alte Rassen zu erhalten oder um gesunde, wesensfeste Tiere mit klaren Zuchtzielen hervorzubringen. Doch in der Realität sieht es mehrheitlich ganz anders aus: 

  • Vermehrung ohne Wissen: Privatpersonen lassen Hunde „einfach so“ Nachwuchs bekommen – ohne Rücksicht auf Gesundheit, Genetik oder Verhalten.
  • Trend- und Hybridrassen: Labradoodle, Puggle oder andere „Designermischungen“ werden als etwas Besonderes verkauft. Tatsächlich sind sie jedoch Mischlinge ohne FCI-Anerkennung, oft mit unvorhersehbarem Wesen und gesundheitlichen Risiken.
  • Überangebot: In der Schweiz gibt es bereits ein grosses Hundeangebot. Jeder zusätzliche Wurf bedeutet, dass andere Hunde noch länger im Tierheim bleiben oder euthanasiert werden – was in der Schweiz grundsätzlich erlaubt ist. 

Die Realität in Schweizer Tierheimen

Laut Schweizer Tierschutzorganisationen leben jedes Jahr mehrere tausend Hunde in Tierheimen oder Auffangstationen. Viele sind jung, gesund und lernfähig – doch sie haben den „falschen Start“ gehabt. Gründe für Abgaben sind häufig: 

  • Überforderung der Besitzer,
  • Zeitmangel,
  • Trennung oder Scheidung,
  • Umzug/Hund nicht mehr erlaubt/Auswandern,
  • falsche Erwartungen an den Hund. 

Diese Hunde sind keine „Problemfälle“ per se, sondern Opfer von Entscheidungen der Menschen. 

Vorteile von Tierheim- und Adoptionshunden

Warum also nicht einem Hund aus dem Tierheim eine Chance geben? Die Vorteile sind klar: 

  • Charakter bekannt: Tierpfleger kennen die Hunde gut und können einschätzen, ob sie zu Ihrer Lebenssituation passen.
  • Gesundheitschecks: Tierheimhunde sind in der Regel medizinisch untersucht, geimpft und kastriert.
  • Begleitung: Viele Tierheime bieten Nachbetreuung, Beratung und Unterstützung bei Eingewöhnung und Training.
  • Tierliebe statt Profit: Bei Adoptionen geht es nicht ums Geschäft, sondern um das Wohl der Tiere.
  • Tierheime und seriöse Vereine haben Schutzverträge und schauen sich genau an, wer einen Hund adoptieren möchte. 

Typische Vorurteile gegenüber Tierheimhunden

Viele Menschen glauben, Tierheimhunde seien „kaputt“ oder „unerziehbar“. Das stimmt nicht. 

  • Ja, einige bringen ein Päckchen mit – aber welches Lebewesen tut das nicht? Und dies ist auch schon nur genetisch bei gewissen Hunden möglich, ganz ohne Prägung und Sozialisierung.
  • Mit Geduld, Training und Verständnis entwickeln sich die meisten zu wunderbaren Begleitern.
  • Viele Tierheimhunde sind etwas älter und haben so bereits Fähigkeiten wie alleine bleiben, Stubenreinheit, Leinenlaufen usw. 

Fazit

Die Entscheidung zwischen Zucht und Adoption sollte gut überlegt sein. Wenn Sie sich für einen Hund entscheiden, denken Sie bitte an die vielen Tiere in Schweizer Tierheimen, die sehnsüchtig auf ein Zuhause warten. Zucht darf es nur geben, wenn sie seriös, verantwortungsvoll und streng kontrolliert ist. Alles andere ist nicht notwendig – und schadet letztlich den Hunden, die schon da sind. 

Mein Appell als ProTier Botschafterin: Geben Sie Tierheimhunden eine Chance. Sie sind keine zweite Wahl – sie sind die eigentlichen Helden des Alltags. 

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