Mango & Loba: Zwei Wollschweine finden ein neues Zuhause

Datum: 02. May 2026
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Mit unserer neuen Kampagne „Schweinerettung mit Herz“ möchten wir auf das Schicksal von Schweinen aufmerksam machen – Tiere, die oft übersehen werden, obwohl sie zu den faszinierendsten, sensibelsten und klügsten Lebewesen auf unserem Planeten gehören. Ziel der Kampagne ist es, aufzuklären, Vorurteile abzubauen und Wege aufzuzeigen, wie jeder Mensch Schweinen ein Stück Würde und Mitgefühl zurückgeben kann.

Zwei Wollschweine finden ein neues Zuhause

Mango und Loba sind sechs Jahre alt. Sie sind Wollschweine, gehören also zu einer Rasse, die man vielleicht eher aus dem Kinderbuch kennt als aus dem Alltag. Und doch war ihre Situation alles andere als ein Märchen: Ihr Hof wurde aufgegeben, die Tierhaltung stark zurückgefahren und plötzlich brauchten die beiden dringend einen neuen Platz. Nicht irgendwo. Einen echten, sicheren, dauerhaften Platz. 

Wenn ein Zuhause wegfällt

Sechs Jahre sind lang. Mango und Loba kennen das Leben auf dem Hof, kennen Routinen, kennen Gesichter. Wenn das alles wegfällt, ist das kein kleiner Übergang. Bei Schweinen, die so soziale und kluge Tiere sind, bedeutet ein Ortswechsel immer auch Orientierungsarbeit. Wo bin ich? Wer ist hier? Was darf ich erkunden? 

Ankunft bei Felix und Claudia Oberholzer im Kanton St. Gallen

Claudia und Felix Oberholzer haben einen Lebenshof im Kanton St. Gallen und sie haben eine bestehende Schweinegruppe – eine Gemeinschaft, die schon gewachsen ist, die ihre eigenen Strukturen hat. In diese Gruppe Mango und Loba aufzunehmen, war kein selbstverständlicher Schritt. Es brauchte Überlegung, Vorbereitung und den richtigen Rahmen. 

Als die beiden ankamen, war sofort klar: Neugier ist kein Problem. Mango und Loba erkundeten direkt ihr neues Umfeld. Sie wälzten sich im Stroh, schnupperten in alle Richtungen, beobachteten die anderen Schweine aufmerksam.  

Und trotzdem: Zwischen Mango und Loba und der bestehenden Gruppe stand zunächst ein Zaun. Nicht als Hindernis, sondern als Schutz. Die Schweine können sich gegenseitig sehen, riechen, wahrnehmen – aus sicherer Distanz. So lernt man sich kennen, ohne dass gleich Rangordnungen ausgehandelt werden müssen. Schweine brauchen das. Auch wenn die Neuankömmlinge noch so entspannt wirken: ein gutes erstes Kennenlernen legt den Grundstein für eine stabile Gruppe.  

Was jetzt zählt

Mango und Loba haben sechs Jahre hinter sich. Sie kommen nicht aus einem System, das sie ausgebeutet hat – aber sie haben trotzdem erlebt, was es bedeutet, wenn ein Zuhause plötzlich nicht mehr sicher ist. Jetzt liegt die nächste Phase vor ihnen: langsam ankommen, die anderen Schweine als Nachbarn und irgendwann als Gruppe kennenlernen, Vertrauen aufbauen. 

Felix und Claudia geben ihnen dafür genau das, was es braucht: Zeit, Raum und die Ruhe, in der das alles wachsen kann. Für Mango und Loba beginnt nun ein neues Kapitel. 

ProTier Kampagne „Schweinerettung mit Herz"

Die Rettung von Mango und Loba ist Teil der neuen Kampagne “Schweinerettung mit Herz”. Mit dieser Kampagne unterstützt ProTier Lebens- und Gnadenhöfe wie den von Felix und Claudia Oberholzer dabei, gerettete Schweine aufzunehmen und langfristig gut versorgen zu können – denn oft scheitert es nicht am Willen, sondern an den Mitteln. Infrastruktur, Futter, Tierarztkosten, die ersten teuren Monate: Das alles kostet. Damit aus einer Notrettung ein echtes Zuhause wird, braucht es mehr als ein offenes Herz – und genau da setzt ProTier an. 

So können Sie helfen

Jedes Schwein verdient ein Leben in Sicherheit, fern von Angst und Ausbeutung. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Kampagne Schweinerettung mit Herz – damit wir geretteten Schweinen ein Zuhause schenken, Aufklärung betreiben und langfristig Veränderung bewirken können.