Was Fleischkonsum mit Mutter-Kalb-Trennung zu tun hat

Datum: 17. June 2026
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In der Milch- und Fleischindustrie werden Kälber meist kurz nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt. Für die Kühe bedeutet dies grossen Stress, denn das Mutter-Kalb-Band ist extrem stark ausgeprägt. Schon nach wenigen Stunden erkennen sich Mutter und Kalb an der Stimme und am Geruch. Wird dieses Band zerstört, leiden beide – oft über Tage oder sogar Wochen.

Warum die Trennung stattfindet

Der Grund ist systembedingt: In der Milchproduktion muss die Kuh Milch für den Menschen geben, das Kalb „stört“ dabei, weil es die Milch selbst trinken würde. In der Fleischproduktion sind Kälber oft nur ein „Nebenprodukt“ der Milchindustrie. Besonders Zwillingskälber wie Willy und Wonka gelten dabei als „überflüssig“. Ohne ihre Rettung wären sie in der Mast gelandet.

Eine Alternative ist die Mutter-Kalb-Haltung (MUKA), welche das Kalb ein paar Monate später erst von der Mutter trennt und tötet, wenn es im Vergleich bereits etwas älter ist und die Bindung zur Mutter stärker aufgebaut hat.

Willy & Wonka als Ausnahme

Willy und Wonka hatten Glück: Sie wurden gerettet, durften zusammenbleiben und erfahren heute, wie wertvoll es ist, in einem sozialen Umfeld aufzuwachsen. Man sieht ihnen an, wie sehr sie die Nähe zueinander geniessen. Das, was für sie selbstverständlich geworden ist, wird Millionen anderer Kälber systematisch verwehrt.

Ein Tierschutzproblem im Alltag

Die Mutter-Kalb-Trennung ist einer der grössten blinden Flecken in unserer Gesellschaft. Sie ist die Basis dafür, dass wir Milchprodukte konsumieren können, ohne darüber nachzudenken, welchen Preis die Tiere zahlen.

Fazit: Fleisch- und Milchkonsum sind untrennbar mit der Trennung von Müttern und ihren Kälbern verbunden. Willy und Wonka zeigen, wie anders ein Leben aussehen kann, wenn dieses Band nicht zerstört wird.

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