Katzen im Verborgenen – was Kameras uns zeigen

Datum: 20. February 2026
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Die meisten heimatlosen Katzen leben im Stillen, verborgen vor den Augen der Menschen. Sie schleichen nachts durch Gärten, Ställe oder über Felder – immer auf der Suche nach Futter und einem sicheren Platz zum Schlafen. Um dieses unsichtbare Leben besser zu verstehen, setzen wir bei Katzeneinfangaktionen auf Kameras. Diese geben uns spannende Einblicke in den Alltag von Streunerkatzen und helfen uns zu verstehen, wie viele Katzen vor Ort sind und wann deren Essenszeiten sind – und manchmal zeigen sie sogar überraschende Begegnungen mit anderen Tieren. 

Unsichtbare Gäste im Fokus

Unsere Kamerafallen dokumentieren, wann welche Streunerkatzen auftauchen. So erkennen wir, ob es sich um einzelne Tiere oder eine ganze Gruppe handelt, wie regelmässig sie kommen und in welchem Zustand sie sind. Diese Informationen sind wertvoll, um gezielt Futterstellen einzurichten oder Kastrationsaktionen vorzubereiten mit anfüttern in den nicht scharf gestellten Fallen. 

Wenn nicht nur Katzen auftauchen

Spannend ist, dass die Kameras nicht nur Katzen einfangen: Auch Füchse oder Igel lassen sich immer wieder blicken. So entsteht ein faszinierender Einblick in das nächtliche Treiben rund um die Futterstellen. Während sich der Igel am Katzenschälchen bedient, schleicht der Fuchs neugierig durchs Bild – Momente, die zeigen, wie eng verwoben unsere heimische Tierwelt ist. 

Hilfreich für den Katzenschutz

Durch die Aufnahmen können wir ein “Katzeninventar” erstellen mit allen Katzen, welche wir vor die Kamera kriegen. Das macht unsere Arbeit effizienter, denn jede Kastration und jede Futterstelle lässt sich besser planen. Wichtig ist schliesslich auch, dass wir wirklich ausnahmslos jede Katze kastrieren lassen, sonst geht innerhalb weniger Monate das Ganze von vorne los. Ebenfalls ist es vor allem mit jungen Katzen wichtig zu verstehen, wie viele es sind und wie alt wir diese einschätzen. Eine Trennung der Mutter kann zu Milchstau führen oder dass die Kätzchen zu früh getrennt werden, obwohl sie noch dringenden Bedarf haben für Ihr Mami. Gleichzeitig sind die Aufnahmen ein eindrucksvolles Mittel, um auf das Katzenelend aufmerksam zu machen – Bilder sagen schliesslich mehr als tausend Worte. 

Unsere Kamera-Empfehlung: Reolink Go

Besonders gute Erfahrungen haben wir mit der Reolink Go gemacht. Sie funktioniert kabellos mit Akku und Mobilfunknetz (braucht eine Multi-SIM-Karte mit hoher Internetverbindung), ist ziemlich wetterfest und liefert klare Aufnahmen bei Tag und Nacht. Damit eignet sie sich perfekt, um das Leben der Streunerkatzen zuverlässig zu dokumentieren, ohne sie zu stören. Wichtig ist immer zu beachten, dass die Kameras nur dort aufgestellt werden, wo auch eine Erlaubnis erfolgt ist ohne die Persönlichkeitsrechte zu verletzen. 

Fazit

Kamerafallen öffnen ein Fenster in eine Welt, die uns normalerweise verborgen bleibt. Sie helfen uns, Streunerkatzen besser zu verstehen und wirkungsvoll zu unterstützen. Und sie zeigen ganz nebenbei, dass wir mit unseren Schützlingen einen Lebensraum teilen, der auch Füchsen, Igeln und anderen Wildtieren Heimat bietet. 

Gemeinsam für mehr Tierwohl

ProTier setzt sich seit über 40 Jahren für heimatlose Katzen ein. Aktuell unterstützen wir Landwirte mit Kastrationsgutscheinen und setzen unseren Fokus auf die Aufklärung. 

Benötigen Sie Hilfe, um heimatlose Katzen zu versorgen? Dank unserer Übersicht finden Sie Tierschutzorganisationen in Ihrer Nähe, welche Ihnen mit Ratschlägen, Equipment oder sogar Freiwilligen, welche Katzen einfangen und medizinisch versorgen, weiterhelfen können.