ProTier - Stiftung für Tierschutz und Ethik
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Die Lügen der Pelzindustrie

 
 
Die Pelzindustrie gibt an, ihr liege das Wohl der Tiere am Herzen. Sie macht unter anderem folgende irreführenden und falschen Behauptungen:
 
 
Kleine Pelzstücke sind nur Schlachtabfälle von Tieren, deren Körper ohnehin zum Fleischverzehr verwertet werden, sie seien deshalb «nicht so schlimm».

Tatsache ist: Tiere werden für die Pelzgewinnung extra gezüchtet, auch Kaninchen. Das Fell von Kaninchen, die gegessen werden, ist aufgrund seiner Struktur für die Verarbeitung zu Pelz ungeeignet. Gerade kleine Pelzteile können besonders tierquälerisch hergestellt werden, da auf die Qualität des Gesamtpelzes nicht geachtet werden muss.
 
 
 
 
Die Tiere werden «human» getötet: Die Tötungsmethoden auf Pelztierfarmen seien individuell auf die Tierart angepasst. Die Farmarbeiter verfügten über Fachkenntnisse und der Prozess verursache kein unnötiges Tierleid.

Tatsache ist: Im Alter von ca. 8 Monaten werden die Felltiere «geerntet». Allein der Begriff ist an Zynismus nicht zu überbieten. Nerze werden vergast. Ihr Todeskampf kann bis zu einer halben Stunde dauern, da sie als hervorragende Schwimmer die Luft lange anhalten können. Füchse werden mit Klammern in Maul und After durch Elektroschock getötet. Und in China werden Marderhunde meist erschlagen.
 
 
 
 
Pelztierfarmen sind vergleichbar mit landwirtschaftlichen Betrieben: Die Haltung und Nutzung von Pelztieren unterscheide sich in keiner Weise mit der Haltung von Nutzieren zur Fleisch- und Milchgewinnung.

Tatsache ist: Pelztierzüchter nennen sich irreführender Weise „Pelzfarmer“ und versuchen das Bild eines landwirtschaftlichen Betriebes zu vermitteln. Die tierquälerische Käfighaltung von Wildtieren, die von Natur aus den Menschen meiden, kann in keinster Weise mit der Haltung von sogenannten „Nutztieren“ auf einem Bauernhof verglichen werden.
Deren Haltung wird im europäischen Raum per Gesetz geregelt (wenn auch, je nach Land, nur minimal). Nicht so in der Pelztierhaltung. Würde nur ein Bruchteil der Bedürfnisse der Pelztiere berücksichtigt, wäre die Aufzucht wirtschaftlich nicht mehr rentabel. Artgerechte Pelztierhaltung und Wirtschaftlichkeit schliessen sich gegenseitig zwingend aus. Weder die blossen „Empfehlungen“ im EU-Raum, noch die sogenannten „Standards“ in anderen Staaten, schützen die Pelztiere angemessen. In Europa existiert lediglich eine unzureichende Empfehlung des Europarates von 1999, in dem die Käfighaltung und die die Haltung auf Drahtgitterböden ebenso erlaubt bleiben, wie fehlende Kletter-,Grabe- oder Bademöglichkeiten. In China existieren überhaupt keine effektiven Tierschutzgesetze.
 
 
 
 
Die Pelzindustrie sichert Arbeitsplätze: Die Pelzproduktion sei ein wachsender Industriezweig, von dem mehr als eine Million Menschen leben.

Tatsache ist: tatsächlich wuchs die weltweite Pelzproduktion in den letzten 10 Jahren um über 45%. In Deutschland zum Beispiel leben nur einige hundert Pelztierfarmer, mehr schlecht als recht vom Verkauf der toten Pelztiere. Zwischen acht und sechzehn Euro bekommt ein Farmer für ein Nerzfell. Den Milliarden Gewinn machen Zwischenhändler, Auktionäre und Modegeschäfte. Die Handelswege von Pelzen sind undurchsichtig und schwer zu überprüfen. Sicher ist, dass diese Industrie vom Leid der Tiere lebt.
 
 
» Film: Es gibt KEINE artgerechte Pelztierhaltung! Die traurige Realität auf einer Pelztierfarm