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Pelz ist untragbar - Ein grausamer Modetrend ist zurück

 
 
Pelzmäntel und -jacken, Pelz an Kragen und an modischen Accessoires soweit das Auge reicht. Pelz wird nicht mehr klassisch schwer und schwülstig getragen, vielmehr prägt modisch geschnittene und bunt eingefärbte Kleidung aus Pelz das aktuelle Modebild. Und, nicht mehr nur die High Society kann sich Pelz leisten – Pelz an Billigkleidung ist zum erschwinglichen Massenprodukt geworden. Kaum eine Winterjacke ohne Kapuze oder Bordüren aus Fellbesatz. Hinter diesem Wandel steckt eine milliardenschwere Pelzindustrie. Sie hat Pelz bewusst aus dem Luxussegment genommen und Jedermann und -frau als billige Massenware zugänglich gemacht. Viele Konsumenten und Konsumentinnen sind sich nicht einmal bewusst, dass sie Echtpelz tragen. Pelz als Verzierung, sogenannte Verbrämungen, oder gefärbter Pelz, werden oft gar nicht als „richtiger Pelz“ wahrgenommen. Doch auch für jedes noch so kleine Stückchen Pelz musste ein Tier leiden und getötet werden. Gerade bei kleinen Pelzbesätzen ist das Tierleid dahinter oft noch grösser, da in der Produktion auf die Gesamtqualität des ganzen Felles weniger Wert gelegt werden muss.
 
 

Lange Zeit war Pelz tragen verpönt – und heute?

Ausser dem Jetset in den mondänen Skiorten, wagte sich kaum jemand mehr im schwülstigen Pelzmantel auf die Strasse. Die Tierschutzkampagnen der 80iger und 90iger Jahre gegen das Pelztragen waren erfolgreich. Die schrecklichen Bilder von Tieren in engen, verdreckten Käfigen auf Pelzfarmen oder in grausamen Fallen, Bilder von Pelztiermärkten und von lebendig gehäuteten Tieren, zeigten Wirkung. Die Konsumenten nahmen ihre Verantwortung wahr und verzichteten bewusst auf Pelz.

Doch nun ist Pelz zurück. Die weltweite Pelzproduktion ist in den letzten 10 Jahren um 70% angestiegen. In der Schweiz wurden 2012 knapp 283 Tonnen Pelz eingeführt. Das sind 25% mehr als im Vorjahr – damals wurde bereits ein Anstieg von 29% verzeichnet. Seit 2008 hat sich die Menge von eingeführten Pelzen mehr als vervierfacht. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Eidgenössischen Zolldirektion. Pelzbesätze an Jacken und anderen Kleidungsstücken sind nicht eingerechnet. Was fertig verarbeitet in die Schweiz eingeführt wird, taucht bisher in keiner Statistik auf.

Hinter dem traurigen Modetrend steckt unverändert unsägliches Tierleid von Millionen von Pelztieren! Hinzu kommt, dass die Pelzproduktion auch ökologisch bedenkliche Folgen für die Umwelt hat. Deshalb gibt es nur Eines: den konsequenten Verzicht auf Kleidung mit Pelz!
 
 
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» Pelz ist für Neandertaler - Bettina Weber/Tagesanzeiger online
» Nerzfelle begehrt wie noch nie - Ingrid Meissl Årebo/NZZ Wirtschaftsnachrichten
 
 

 
 

» Film: Es gibt KEINE artgerechte Pelztierhaltung! Die traurige Realität auf einer Pelztierfarm
 

 
» Kino- und Fernsehspot: Stopp Pelz!