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Es gibt keine Pelzprodukte ohne Tierleid!

 
Immerhin nicht mehr in den Jelmoli Regalen, die seit Frühling 2019 pelzfrei sind. Nach Globus und Manor ein weiteres Kaufhaus, welches klar Stellung bezieht: Pelz ist untragbar.

Diesen Trend begrüssen wir von ProTier. Nur weiter so, je mehr Geschäfte Pelzprodukte aus ihren Regalen verbannen desto besser. Wenn es die Politik nicht machen kann oder will, dann immerhin die Kommerzkaufhäuser.

Auf Gesetzesebene bewegt sich immer noch traurig wenig. Die Petition «Importverbot für tierquälerisch hergestellte Pelzprodukte» wurde 2015 (!) eingereicht. Sie verlangt, dass Pelz, welcher im Ausland unter Bedingungen gewonnen wird, welche in der Schweiz schon seit bald 40 Jahren verboten sind, nicht importiert werden kann. Diese Praxen untergraben nämlich nicht nur die Schweizer Tierschutzbestimmungen, sondern auch unsere ethisch-moralische Haltung, wenn eine Hintertür für den Import solcher Produkte sperrangelweit offenbleibt.

Im Februar diesen Jahres haben Ständerat und Nationalrat endlich über die Petition beraten. Der Nationalrat hat unverständlicherweise abgelehnt, der Entscheid vom Ständerat ist immer noch ausstehend. Schlimmer noch: der Nationalrat hat beantragt, die Pelzdeklarationsverordnung von 2013 anzupassen. Da die Deklaration von Herkunft und Gewinnungsart, wie es die Deklarationspflicht vorsieht, in der Praxis sehr lückenhaft ist, soll die Bezeichnung «Herkunft unbekannt» inskünftig möglich sein. Mit dieser Massnahme kann der Produzent zwar «besser deklarieren», der Käufer ist aber unter dem Strich weniger informiert und aufgeklärt.

Dem Import von Pelz sind somit auch für die neue Wintersaison keine Grenzen gesetzt. Die Nachfrage erhält sogar einen extra Impuls, indem vermehrt Pelzprodukte aus heimischer Jagd vermarktet werden. Die Marketingmühlen der betreffenden Händler möchten diese Pelze als «ethisch korrekt» vermarkten, da die Tiere in der Schweiz laut ihren Aussagen sowieso gejagt werden und das Fell ansonsten verbrannt würde.

Das Problem wird jedoch mit einheimischem Pelz nicht kleiner. Es ist das Zeichen, welches man mit dem Tragen von Pelz setzt. Keiner kann dem Bommel auf der Mütze, dem Besatz an der Tasche oder dem Kragen an der Jacke die Herkunft ansehen. Das gleiche gilt für Kunstpelz. Pelzbesätze setzen somit zwangsläufig ein falsches Signal.

Wenn wir dem dämlichen Pelztrend entgegensetzen möchten, muss sich etwas ändern. Und wenn die Politik und die Wirtschaft träge bleiben, bleibt uns nur eines: bei uns selbst anzufangen und gänzlich auf das Tragen von Pelz verzichten. Erst wenn jeglicher Pelz aus der Mode verschwindet, verschwindet der Anreiz diesen zu produzieren und die Tiere müssten endlich für unsere Eitelkeit nicht mehr leiden.
 
 
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