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Hornkuh Initiative

 
 
Am 25. November kommt die "Hornkuh" Initiative zur Abstimmung.

Die Initiative setzt auf ein Anreizsystem: Wer behornte, erwachsene Kühe, Stiere oder Ziegen und Ziegenböcke hält, soll für den Mehraufwand fair entschädigt werden.

ProTier setzt sich dafür ein und empfiehlt deshalb am 25. November ein Ja zur "Hornkuh" Initiative.
 

 
 

Facts

> Das Horn ist ein stark durchblutetes, ein Leben lang wachsendes Organ. Es ist mit dem Verdauungssystem verbunden, wichtig für die Körperpflege und dient der Kommunikation unter den Tieren.

> Kühe und Ziegen tragen ihre Hörner mit Stolz und Achtsamkeit. Sie klären z.B. die Rangordnung auf Distanz, indem sie einander ihre Hörner vorzeigen.

> Die Enthornung kam erst mit der industrialisierten Landwirtschaft auf.

> Die Hornkuh-Initiative setzt ganz auf Freiwilligkeit und Förderung. Sie enthält kein Verbot der Enthornung, sondern überlässt den Entscheid wie bisher den Tierhalterinnen und Tierhaltern.

> Die Initiative setzt auf ein Anreizsystem: Wer behornte, erwachsene Kühe, Stiere oder Ziegen und Ziegenböcke hält, soll für den Mehraufwand fair entschädigt werden.

> Die Enthornung ist unnötig. Eine Herde horntragender Tiere kann in jeder Art Stall tierschutzgerecht gehalten werden.

> Behornte Tiere brauchen mehr Stallfläche und einen intensiven Umgang. Dieser Mehraufwand soll angemessen entschädigt werden.

> Die Enthornung ist ein schmerzhafter, massiver Eingriff. Bei Nutztieren heute noch erlaubt, ist eine solche Art der Verstümmelung bei Haustieren längst verboten.

> 20% der enthornten Kälber leiden unter Langzeitschmerzen, wie eine Untersuchung der Universität Bern ergab. Weitere Belastungen sind noch unerforscht.

> Sowohl die Postkartenschweiz als auch die idyllische Werbung voll behornter Tiere gaukeln uns was vor. In der Schweiz gibt es nur noch rund 10% horntragende Kühe.

> Mit Ihrem beherzten JA zur Hornkuh-Initiative ändern Sie das jetzt.


Vorteile der Initiative

Unfallgefahr
Hörner beinhalten zwar ein Verletzungsrisiko. Doch mit richtiger Stallplanung und gutem Tierbezug kann es minimiert werden. Ganz wichtig: Die Tierhalterinnen und Tierhalter entscheiden weiterhin selbst, ob sie Tiere mit oder ohne Hörner halten.

Kosten
Die Umsetzung über Förderbeiträge wird jährlich rund 15 Millionen Franken kosten, was im bestehenden Landwirtschaftsbudget von 3000 Millionen Franken gut Platz hat, ohne Erhöhung.

Verankerung in Bundesverfassung
Seit 9 Jahren stösst das Anliegen überall auf Sympathie, löste aber weder bei der Bundesverwaltung noch dem Parlament eine Konkretisierung auf Gesetzesebene aus. Darum entstand die Volksinitiative. Sie kommt mit einer kurzen, klaren Ergänzung eines bereits vorhandenen Verfassungsartikels aus. Ein Gegenvorschlag, der eine Abstimmung unnötig gemacht hätte, wurde von der zuständigen
Ständeratskommission abgelehnt.

Dank der Unermüdlichkeit des Bergbauern Armin Capaul und der IG Hornkuh entscheiden nun Sie.

Kühe würden Hörner tragen!
 
 
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