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| Bärendrama: Ehemaliger Bärengraben Petz wird im Tierpark Langenberg getötet
23.04.1999
Zürich, 23. April 1999 - Die Freude über die neue Bärenanlage war nur von kurzer Dauer. Als brutal und sinnlos verurteilt die Schweizerische Gesellschaft für Tierschutz/ProTier (SGT/ProTier) die Tötung des 20 Jahre alten Braunbären “Sven” im Tierpark Langenberg bei Zürich. “Sven” habe, so die SGT/ProTier, allein wegen des profitorientierten Denkens der Tierparkleitung sterben müssen.
Weil “Sven” nicht ins neue Gehege zügeln wollte, habe man ihn eingeschläfert, um Platz für einen neuen Bärenmann zu schaffen. Dieser soll in Langenberg für publikumsträchtigen Bärennachwuchs sorgen.
“Sven” hatte bereits ein tragisches Schicksal hinter sich, bevor er in Langenberg untergebracht wurde”, sagt SGT/ProTier Geschäftsführerin Rita Dubois. “Er kam schwer verhaltensgestört aus dem Berner Bärengraben. Lange Zeit wollte er überhaupt nicht ins Freie, sondern hielt sich lieber im dunklen Bunker versteckt. Offensichtlich hatte er nun auch Angst vor der neuen Anlage. Anstatt ihm einfach seinen angestammten Platz zu lassen, wurde er kaltblütig getötet”.
Die angestrebte Nachzucht von Bären als “Publiksumsmagneten” für den Tierpark Langenberg ist völlig unverantwortlich, so die SGT/ProTier. Artgerechte Plätze für Bären zu finden ist fast aussichtslos. Bei den Bärenparks, die geschundene Bären aus schlechten Haltungen oder Klein- und Wanderzirkussen aufnehmen, gibt es lange Wartelisten. “Hunderte von Braunbären warten auf einen guten Platz”, so Rita Dubois, “es ist schlicht nicht zu begreifen, dass Tierparks und Zoos immer noch für weiteren Nachwuchs sorgen.”
Weitere Informationen sind in der Pressestelle der SGT/ProTier erhältlich:
Alfred-Escher-Str. 76 - 8002 Zürich
Tel: 01 - 201 05 05 - Fax: 01 201 26 23
www.protier.ch
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